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Fallstudie   ·  

Hochschule Hof: Ein studentisch geprägter Kulturwandel von bloßer Aufdeckung hin zu akademischer Integrität

Durch den Einsatz von Turnitin-Lösungen als formatives Instrument zur Förderung des studentischen Schreibens setzt die Hochschule Hof neue Maßstäbe für wissenschaftliche Integrität.

Für viele Institutionen dient Software zur Ähnlichkeits- und KI-Erkennung als formale abschließende Prüfung, um die Originalität einer bereits fertiggestellten Arbeit zu überprüfen. An der Hochschule Hof ging der Anstoß für einen moderneren Ansatz nicht von oben aus, sondernvon einem Studierenden. Eine Masterarbeit über die Zukunft der akademischen Integrität löste nämlich eine Bottom-up-Bewegung aus und veranlasste die Hochschule dazu, ihren Umgang mit KI neu zu denken, um die wissenschaftliche Integrität zu schützen.

Die Hochschule Hof bietet praxisorientierte Kurse mit Schwerpunkt auf angewandter Forschung in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik an. Die Schaffung eines förderlichen Umfelds für ihre 3.500 Studierenden steht im Mittelpunkt des Leitbilds dieser deutschen öffentlichen Hochschule. Dieser Auftrag hat sich nicht geändert, auch wenn es gilt, sich mit den technologischen Innovationen im Bildungsbereich auseinanderzusetzen.

„Die Hochschullandschaft hat sich grundlegend verändert. Digitalisierung ist eine Selbstverständlichkeit, und mit dem Einzug der KI muss man reagieren“, erklärt André Rister, Koordinator des Teams ”Digitalisierung der Lehre“ (DAL).

Die Hochschullandschaft hat sich grundlegend verändert. Digitalisierung ist eine Selbstverständlichkeit, und mit dem Einzug der KI muss man reagieren.

André Rister
Koordinator des Teams ”Digitalisierung der Lehre“
Hochschule Hof

Neben dem proaktiven Programm zur Notenüberwachung und dem frei zugänglichen Makerspace hat die Hochschule Turnitin-Lösungen eingeführt, um Studierenden und Lehrkräften den Einsatz von KI in einem modernen Bildungsumfeld zu erleichtern. Diese Tools sind zu Lernressourcen geworden, die den Lehrkräften die Freiheit geben, ihr fachliches Urteilsvermögen einzusetzen, und gleichzeitig die wissenschaftliche Integrität der Studierenden zu stärken.

Herausforderung

An die Grenzen eines veralteten Ansatzes stoßen

André betont, dass Hochschulen bei Studierenden, die KI-Tools nutzen, nicht automatisch böse Absichten unterstellen sollten. „Es ist nicht so, dass wir davon ausgehen, dass jeder schummeln will“, erklärt er.

Anstatt Ähnlichkeitsprüfprogramme erst dann einzusetzen, wenn ein Studierender bereits unter Verdacht steht, sind André zufolge die Hochschulen dazu verpflichtet, neue Herausforderungen bereits während des Schreibprozesses der Studierenden zu erkennen und anzugehen. Zu diesen Herausforderungen gehört der weit verbreitete, einfache Zugang zu digitalen Schreibhilfen.

„Studierende müssen wissen, wie man KI richtig einsetzt. Zum Beispiel, wie man vergessene Quellenangaben vermeidet oder wie man die Richtlinien korrekt anwendet.“

Die Dozenten der Hochschule Hof konnten nicht immer erkennen, welche digitalen Tools die Studierenden beim Verfassen ihrer Arbeiten nutzten, und es fehlte ihnen an Zeit und Ressourcen, um mit der rasanten Entwicklung der KI Schritt zu halten. Um die akademische Integrität zu schützen und Studierende sowie das Team zu unterstützen, benötigte die Hochschule einen proaktiveren Ansatz zur Erkennung von Ähnlichkeiten und KI.

Lösung

Ein von Studierenden initiierter Weg zu einem neuen institutionellen Standard

Auslöser für den Wandel war eine Masterarbeit, die im Rahmen des ii.oo-Projekts entstand, einer gemeinsamen Forschungsinitiative mit Schwerpunkt auf digitaler, kompetenzorientierter Leistungsbewertung. Diese Forschungsarbeit untersuchte, wie Lehrkräfte Tools nutzen können, um Prüfungen effizient zu korrigieren und gleichzeitig den zunehmenden Einsatz von KI im universitären Kontext zu bewältigen.

Der Verfasser der Arbeit setzte sich nachdrücklich für bessere KI-Lösungen ein, und der Erfolg des Projekts veranlasste die Hochschule dazu, eine umfassende Lösung einzuführen:

  • Turnitin Similarity (Ähnlichkeitsbericht) zum Schutz vor Plagiaten und zur Anleitung von Studierenden im ethischen Umgang mit Quellen.
  • Turnitin Originality, einschließlich KI-Erkennung und “Authorship’”, für eine erweiterte Analyse der Texturheberschaft.

Diese Lösungen bieten einen ganzheitlichen Überblick über die Arbeiten der Studierenden und die Gewissheit, dass die eingereichten Arbeiten tatsächliche Eigenleistungen widerspiegeln.

„Turnitin war das Gesamtpaket“, sagt André. „Die Benutzerfreundlichkeit ist hervorragend, und es ist keine umfangreiche Schulung für Dozenten oder Studierende erforderlich. Wichtig war auch, dass es sich nahtlos in unser Learning Management System integrieren ließ, was die Nutzung für Dozenten noch einfacher machte“, erklärt André.

Turnitin war das Gesamtpaket. Die Benutzerfreundlichkeit ist hervorragend, und weder Lehrkräfte noch Studierende benötigen eine umfangreiche Schulung.

André Rister
Koordinator des Teams ”Digitalisierung der Lehre“
Hochschule Hof

Weitere unverzichtbare Anforderungen der Hochschule Hof waren die Integration in Moodle, eine campusweite Lizenz und die DSGVO-Konformität.

„Die Rechtssicherheit von Turnitin war entscheidend“, bestätigt André. „Wäre es nicht DSGVO-konform gewesen, hätten wir das Tool nicht einführen können.“

Während der Implementierung arbeitete das Turnitin-Team eng mit der IT- und der Rechtsabteilung der Hochschule zusammen, um die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen sicherzustellen. Anschließend führte Turnitin eine Schulung für das DAL-Team durch, das wiederum den Dozenten in einem Moodle-Kurs die Funktionen des Tools vermittelte.

„Die Zusammenarbeit mit Turnitin ist immer sehr gut“, sagt André. „Man erhält schnelle und kompetente Antworten.“

Ergebnisse

Förderung der Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Studierenden

Mit Turnitin Similarity und Turnitin Originality vollzog die Hochschule Hof einen bedeutenden kulturellen Wandel hin zur proaktiven Förderung von eigenständigem Denken und eigenem Engagement in den schriftlichen Arbeiten der Studierenden.

Die Kommunikation war der Schlüssel zu dieser Veränderung. Anstatt den Ähnlichkeitsbericht und den Schreibbericht der KI-Autorenschaft als endgültige Antworten zu betrachten, wissen die Mitarbeitenden, dass sie diese als Indikatoren für Arbeiten nutzen müssen, die einer genaueren Analyse bedürfen. Untersuchungen haben ergeben, dass Ähnlichkeitsscores aufgrund unterschiedlicher Einstellungen nicht fachbereichsübergreifend vergleichbar sind; daher sollen die Werte als Ausgangspunkt für den weiteren Dialog dienen.

„Der Ähnlichkeitsbericht und die KI-Erkennung sind keine Endergebnisse, sondern Tools, die richtig interpretiert werden müssen“, merkt André an.

Ein Vorteil des Similarity Reports (Ähnlichkeitsbericht) ist, dass er keine Einheitslösung ist. Lehrkräfte können den Bericht so anpassen, dass bestimmte Quellen ausgeschlossen werden, wodurch sichergestellt wird, dass jeder Bericht den spezifischen Kontext der Anforderungen ihres Fachbereichs widerspiegelt. „Das ist sehr wichtig, um eine zuverlässige Bewertung zu erhalten“, bestätigt André.

Die Berichte liefern den Lehrkräften Erkenntnisse, anhand derer sie ihre nächsten Schritte planen können. Jede Maßnahme erfolgt im Sinne vollständiger Transparenz und Partnerschaft zwischen den Mitarbeitenden und ihren Studierenden.

Die Lösungen entfernen einen erheblichen Belastungsfaktor für die Lehrkräfte, da sie nun bei der Nutzung KI-gestützter Schreibtools jederzeit Unterstützung erhalten.

„Die Ressourcen sind knapp, und die Dozenten haben weder die Zeit noch die Mittel, selbst nach Plagiaten zu suchen. Turnitin bietet genau an dem richtigen Punkt Unterstützung“, sagt André. „Das Feedback der Dozenten lautet, dass sie viel Zeit sparen – das allein ist schon Gewinn genug.“

Turnitin ist wichtig, weil es die Dozenten entlastet. Die Ressourcen sind knapp, und die Dozenten haben weder die Zeit noch die Mittel, selbst nach Plagiaten zu suchen. Turnitin bietet genau an dem richtigen Punkt Unterstützung.

André Rister
Koordinator des Teams ”Digitalisierung der Lehre“
Hochschule Hof

Stärkung der wissenschaftlichen Integrität

André führt den Erfolg der Hochschule mit Turnitin zum Teil auf die studentische Abschlussarbeit zurück, die den Anstoß für die Veränderung gab. „Die Tatsache, dass diese Initiative von den Studierenden selbst ausging, sorgte für eine hohe Akzeptanz unter den Studierenden“, reflektiert er.

Die Plattform von Turnitin unterstützt viele Sprachen und fördert so den gleichberechtigten Zugang zu Schreibressourcen sowie klare Standards für wissenschaftliche Integrität. Die Studierenden nutzen die Tools von Turnitin während ihres gesamten Studiums und bei der Vorbereitung ihrer Abschlussarbeiten, indem sie Entwürfe hochladen und auf der Grundlage des Feedbacks der Lehrkräfte überarbeiten. Diese Funktion macht Turnitin zu einem formativen Tool, das die Fähigkeiten der Studierenden im selbstständigen Schreiben und kritischen Denken stärkt, anstatt lediglich als Kontrollinstrument zu dienen.

Mit dieser Unterstützung leistet die Hochschule Hof in Deutschland Pionierarbeit und stärkt damit die seit langem bestehenden Werte der wissenschaftlichen Integrität, um den Studierenden zu helfen, ihre Arbeiten zu verbessern und ihre Schreibfähigkeiten weiterzuentwickeln.

„Wir verfügen über ein Tool, das die wissenschaftliche Integrität schützt, die Sicherheit erhöht und den Studierenden nützliche Funktionen bietet“, fasst André zusammen. „Das ist das A und O für jede Institution im Hochschulbereich.“

Leitbild:

An unserer international ausgerichteten Green-Tech-Universität werden alle Studierenden hervorragend ausgebildet und betreut. Unsere Lehre ist geprägt von einer starken Praxisorientierung, Aufgeschlossenheit und Ressourceneffizienz.